Lillys Bericht aus Peru



Liebe Sportsfreunde,

 

meine ersten drei Wochen hier in Peru waren gefüllt von neuen Eindrücken und Erfahrungen, sodass ich erst jetzt dazu komme, sie niederzuschreiben. Die ersten fünf Tag habe ich zusammen mit der Hälfte der insgesamt 17 Ecoselva Freiwilligen in Lima verbracht. Neben organisatorischen Angelegenheiten hatten wir auch Zeit, einige Ecken dieser Megacity zu erkunden. Mit fast neun Millionen Einwohnern ist Lima nicht nur die Hauptstadt Perus, sondern auch das zu Hause rund ein Drittels der gesamtem Landesbevölkerung. Dementsprechend gigantisch sind die territorialen Ausmaße dieser Stadt. In einigen Vierteln, wie zum Beispiels San Juán de Miraflores, kommt es infolge einer stetigen Landbesetzung zu einer unkontrollierten Ausdehnung von bebauten Flächen. Ein weiteres Charakteristika dieser Stadt ist das unglaublich hohe Verkehrsaufkommen. Da das öffentliche Verkehrsnetz überwiegend aus Bussen, Colectivos (Kleinbusse) und wenigen Bahnstrecken besteht, sind die Straßen zusätzlich durch Autos und Taxis maximal ausgelastet. Begleitet von einem Konzert aus Hupen und qualmender Abgase kann es schon einmal vorkommen, dass man für eine 20 Kilometer lange Strecke an die anderthalb Stunden benötigt. Aber Lima hat auch ganz andere Seiten. Beispielsweise in Miraflores, ein an der Steilküste Limas gelegenes Stadtviertel, kann man wunderschön an der Promenade entlang spazieren oder die atemberaubenden Sonnenuntergänge vom steinigen Küstenstrand aus bewundern.

 

Eigentlich an das Hauptstadtleben gewöhnt, freute ich mich dann doch dieser hektischen Großstadt zu entkommen und in das Leben der ca. 80.000 Einwohner zählenden Provinzhauptstadt Moyobamba einzutauchen. Zusammen mit Ole, meinem Mitfreiwilligen und Hernan, einem peruanischen Studenten, teile ich mir unsere sehr zentral gelegenen Wohnung. Keine fünf Gehminuten von uns entfernt, erreicht man den Plaza de Armas. Das ist der Hauptplatz dieser Stadt, um den herum die Straßen blockartig abzweigen. Unsere Arbeitsstelle AMPA, eine Nichtregierungsorganisation im Bereich Naturschutz und ländliche Entwicklung, liegt schon etwas weiter entfernt am Stadtrand. Dort wirke ich momentan unterstützend in eine Projekt zum Global Forrest Watch mit. Es geht darum, ein Frühwarnsystem für unsere Region San Martín zu entwickeln, dass illegale Abholzung und Waldbrände identifiziert. In der Vorbereitungsphase befindend, transferiere ich momentan viele Daten zwischen Excel und GIS, einem geografischen Informationssystem zur Kartenerstellung, hin und her. Darüber hinaus habe ich Daten aus Umfragebögen digitalisiert und zur Zeit beschäftige mich ein wenig mit dem Steuern von Drohnen, welche wir im Rahmen dieses Projekts einsetzen.

In der kommenden Woche wollte ich mal ein wenig das Sportprogramm hier in Moyobamba austesten. Es gibt auf jeden Fall eine sehr lange und steile Treppe, die zum Fuß der Stadt und zum Fluss Rio Mayo führt, welche gerade zu einem kleinen Konditionstraining einlädt.

 

Um in einem ausführlicheren Maße über meine Erfahrung hier berichten zu können, habe ich die Seite https://lillyweltwaertsinperu.wordpress.com/ ins Leben gerufen. Ich freue mich immer über neue Anregungen und Rückmeldungen 😊

So viel erst einmal an dieser Stelle. Ich wünsche euch einen guten Start in die zweite Trainingshälfte dieses Jahres und schicke euch viele sonnige Grüße!

 

Lilly